Für den ersten Deutschen in der IMOCA Klasse, Boris Herrmann ist das Barcelona World Race 2011 beendet. Zusammen mit seinem Co-Skipper Ryan Breymaier kam er als fünfter ins Ziel. Von den Schiffen die non-stop um die Welt gesegelt sind, waren sie sogar dritter.
Für die Weltumseglung benötigten sie insgesamt 100 Tage, 3 Stunden, 13 Minuten und 25 Sekunden.
Kurz vor Ende des Rennens wurde es nochmal ruppig, als der Open 60 von Boris Herrmann in einen Strum geriet. Mit Windgeschwindigkeiten bis 48 Knoten von vorn, ging es durch das Nadelöhr Gibraltar. Das Großsegel im dritten Reff, dazu das kleine Stagsegel, boltzte die Neutrogena vorwärts. Die Bewegungen des Schiffs waren so heftig, dass Boris zur Sicherheit einen Helm trug.
Das Stampfen und Schlagen des Schiffes wurde soweit wie möglich reduziert, indem die beiden vorderen Ballasttanks geflutet wurden und der Bug somit mehr durch, als über die Brecher pflügte. Trotz der rauen Bedingungen so kurz vorm Ziel, hielt der angeschlagene Kiel durch. Nachdem am Kap Horn einer der beiden Hydraulikzylinder zum schwenken des Kiels geborsten war, wurde das Schiff im Schongang gefahren, um es sicher nach Hause zu bringen.
Mit dem fünften Platz hat Boris Herrmann sich nun gute Voraussetzungen geschaffen für das Vendee Globe. Er plant an dem wohl härtesten Einhand-Rennen der Welt teilzunehmen und benötigt natürlich einen Sponsor. Ohne Sponsoren ist das Hochseesegeln in dieser Art schlicht nicht machbar. Der fünfte Platz ist jedoch ein gutes Werbeschild und sollte einige Sponsoren anlocken.
Für das erste Rennen in der Königsklasse der Open 60 wurde im Barcelona World Race eine beachtliche Leistung von Boris und Ryan gezeigt.
Die einzige reine Damencrew im Rennen befindet sich zur Zeit auf der Höhe von Ibiza und hat es also auch nicht mehr weit bis zum Ziel. Trotz des angeschlagenen Kiels der Neutrogena, konnte die Gaes diese nichtmehr einholen, da der Vorsprung von ca. 800 sm einfach zu Groß war.
Rasmus







