Segelnaktuell

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Am gestrigen Montag gab das chinesische Team um Wang Chao Yong bekannt, dass sie am 34. Americas Cup 2013 in San Francisco teilnehmen werden.

Team China

Die Verantwortlichen bei der Präsentation: vierter v.l. Teamchef Wang Chao Yong © Team China

Das neue Reglement sieht vor, dass auf 72 Fuß (ca. 22 m) Katamaranen mit einem Flügelmast gesegelt wird, wie ihn BMW Oracle bereits im 33. Americas Cup hatten. Damals haben sie damit Alinghi, die noch klassische Segel hatten, in Grund und Boden gesegelt.
Die Boote müssen im jeweils eigenen Land konstruiert sein. China geht dabei noch einen Schritt weiter und will auch die Besatzung aus hauptsächlich chinesischen Seglern zusammenstellen.”Dieses Boot wird wirklich für China stehen” ,sagte Teamchef Yong. Man habe sich bereits einige der besten internationalen Trainer ins Team geholt um eine optimale Ausbildung für die Crew zu bekommen.
Für den Bau des Katamarans habe man schon seit einigen Monaten mit den besten Konstrukteuren und Universitäts Professoren Chinas zusammen gearbeitet.
Die Erfolgsaussichten Chinas sind vermutlich nicht sehr groß, und China selbst in der Regatta Szene nicht unbedingt populär. Dennoch ist es für den Sport sicher eine Bereicherung, denn Konkurrenz belebt das Geschäft. Team China, das von der Regierung unterstützt wird, tritt aber auch nicht vorrangig an um zu gewinnen , sondern vor allem um Erfahrungen in dem Bereich zu sammeln und der Welt zu zeigen, dass China ein führendes Land in Bereichen der Hydrodynamik und Luftfahrt ist.
Das Boot soll im Februar 2012 fertig gestellt sein,womit noch etwas mehr als ein Jahr bis zum 30. Louis Vuitton Cup im Sommer 2013 bleibt.

Damit sind nun bereits acht Teams bekannt die im Kampf um die begehrteste Trophehe des Segelsport antreten wollen:

Der kleine Bruder der Cupper

Der kleine 45 Fuß Bruder der Cupper

Oracle Racing (USA) (Titelverteidiger)
Aleph (Frankreich)
Artemis Racing (Schweden)
Emirates Team New Zealand
Energy Team (Frankreich)
Mascalzone Latino (Italien)
Team Australia
Team China

Von offizieller Seite heißt es, dass noch zwei weitere Teams hinzu kommen werden. Somit würden zehn Teams im Louis Vuitton Cup segeln, um der Herausforderer für Oracle Racing zu werden. Für viele ist es überraschend, dass sich so viele Teams zusammengefunden haben, zumal die neue Hi-Tech Flügelkonstruktion kostenintensiv ist und im Vorfeld viele bekannte Teams wegen der Kosten abgesprungen sind. Nicht zuletzt gibt es kaum Segler die Erfahrungen mit einem solchem Flügel haben. Um diesem Argument, das gegen eine Teilname sprechen würde, den Wind aus den Segeln zu nehmen, hat der Titelverteidiger  einen kleinen 45 Fuß Katamaran mit Flügelmast zur Verfügung gestellt, auf dem sich die Kontrahenten mit der Technik vertraut machen können.

Rasmus

Rasmus On März - 29 - 2011

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